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4:4 gegen Ahaus - Keine Vorentscheidung im Abstiegskampf Drucken
Geschrieben von: Dr. Karl Steiner   
Montag, den 02. November 2009 um 15:36 Uhr

Unser erstes Heimspiel gegen Ahaus war von besonderem Interesse, weil beide Vereine in der verstärkten Liga froh sein müssen, wenn sie dem Abstieg entgehen. Da war ein Erfolg fast schon Pflicht, leider wurde es aber nur ein halber Erfolg.

Beide Mannschaften traten in ihrer stärksten Besetzung an, und so traf Martin Fuest am ersten Brett auf Christian Rebber. Er spielte mit Schwarz die Skandinavische Verteidigung, und obwohl es sich um eine eher unspektakuläre Partie handelte, in der vermeintlich nicht viel los war, konnte er scheinbar aus dem Nichts den Sieg erringen. Schon der zweite volle Erfolg auf Brett eins!

Hans Stanik hatte am zweiten Brett eine eher schwerblütige Partieanlage, die nicht so leicht zu durchschauen war. Er schien einige Zeit problematisch zu stehen, am Ende war es aber Remis.

Den mit Abstand längsten Kampf bis 22 Uhr lieferte Carsten Liesmann an Brett drei - leider ohne Erfolg. Er versuchte mit den schwarzen Steinen ein Wolga-Gambit, das der Gegner jedoch mit b5-b6 (als Erwiderung auf a7-a6) ablehnte und von Anfang an positionell besser stand. Um den vierzigsten Zug herum hatte er einen vorgerückten Freibauern auf c7 eingepflanzt, für den Carsten die Qualität geben musste. Trotz tapferem Kampf stand er auf verlorenem Posten.

Auch am vierten Brett lief es für den wieder genesenen Frank Böing nicht so gut, er hatte bald eine Qualität weniger und mühte sich vergebens.

Unser aufstrebender Stadt- und Vereinsmeister Stephan Robeling dagegen konnte auf Brett fünf diesmal gewinnen. Zwar stand er in der Französischen Verteidigung als Schwarzer zunächst unter Druck und hatte Bauernschwächen, doch im Handumdrehen zauberte er einen Angriff gegen die weiße Königsstellung aufs Brett, dem sein Gegner erlag.

Ähhnlich gut lief es am sechsten Brett, wo Karl Steiner im Damenbauernspiel zunächst auf eine sehr fragwürdige Eröffnungsidee verfiel (frühzeitig Se5), sich aber aus der Affäre ziehen konnte und letztlich doch ins Spiel fand, das er dank besserem positionellen Überblick zum Sieg führte.

An Brett sieben hatte Sebastian Hunhoff eine solide Partie in der Französischen Abtauschvariante zu bieten, die schließlich - nicht überraschend in dieser Eröffnung - Remis wurde.

Wilhelm Tepasse schließlich hat leider einen schwächeren Tag erwischt, trotz anfangs umsichtiger Partieanlage hatte er bald die schlechteren Karten. Auch das kommt mal vor.

Insgesamt also ein sehr ausgeglichener und wechselvoller Kampf, dessen Ergebnis im zu erwartenden Abstiegskampf noch alles offen lässt!