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SK Bocholt erkämpft 4:4 gegen Rheine Drucken
Geschrieben von: Karsten Liesmann   
Montag, den 04. September 2017 um 19:58 Uhr

3. und 4. Mannschaft trennen sich 2:2

 

Die 1. Mannschaft des SK Bocholt ist mit einem Unentschieden in die Saison der Regionalliga Münsterland gestartet. Gegen den SC Klein-Berlin Rheine, der an fast allen Brettern einen DWZ-Vorteil für sich verzeichnen konnte, gingen die Bocholter als Außenseiter in den Mannschaftskampf.

DWZ ist die Deutsche Wertungszahl, welche die Spielstärke eines Schachspielers beschreibt. An Brett eins spielte zunächst Martin Fuest mit den schwarzen Steinen Remis. An den Brettern sieben und acht, an denen Frank Böing mit Schwarz und Stephan Robeling mit Weiß spielten, schien kurz darauf die Vorentscheidung für Rheine zu fallen. Böing und Robeling unterliefen im Mittelspiel Fehler, welche sie in eine schlechte Stellung brachten und schließlich zur Aufgabe zwangen. An Brett vier konnte jedoch Felix Naumann den Anschluss herstellen. Naumann setzte seinen Gegner mit den weißen Steinen unter Druck und zwang diesen zu einem Qualitätsopfer. So bezeichnet man im Schach den Tausch eines höherwertigen Turmes gegen einen Läufer oder Springer. Der Materialvorteil wog im abschließenden Endspiel zu schwer, so dass Naumanns Gegner die Partie aufgab. An Brett zwei einigte sich kurz darauf Karsten Liesmann, der Weiß hatte, mit seinem Gegner auf ein Remis, nachdem die Partie nach ausgeglichenem Verlauf in eine Stellung gemündet war, welche für beide Seiten nur noch wenige Gewinnchancen bot. An Brett fünf hatte sich Karl Steiner zwischenzeitlich eine vorteilhafte Stellung erspielt. Mit Dame gegen Turm und Springer war ein Sieg durchaus im Bereich des Möglichen. Steiner fand jedoch nicht den richtigen Plan und übersah ein Dauerschach seines Gegners, wonach das Remis nicht mehr zu verhindern war. Nach mehr als fünf Stunden Spielzeit war es dann Goran Gajic, der für Bocholt den Ausgleich herstellen konnte. Gajic hatte bereits früh eine Qualität geopfert. Im Mittelspiel sah sich sein Gegner gezwungen, diese zurückzugeben. In dem resultierenden Endspiel hatte Gajic einen Freibauern, welcher schließlich die Entscheidung brachte. Beim Stande von 3:3 stand nun Sebastian Hunhoff an Brett drei unter Druck. Gegen seinen stärker eingestuften Gegner musste er schließlich ein Damenendspiel mit Minusbauern verteidigen. Nach über sechs Stunden Spielzeit und 82 Zügen war ihm dieses Kunststück geglückt, was die für beiden Seiten verdiente Punkteteilung bedeutete.

 

Neben der 1. Mannschaft des SK Bocholt spielten zeitgleich auch die 3. und die 4. Mannschaft in der 2. Bezirksklasse gegeneinander. Das Duell der Bocholter Nachwuchsspieler, in welchem sieben Spieler jünger als zwanzig Jahre waren, endete 2:2 unentschieden. An Brett eins trennten sich Tim Steverding und Christian Hunhoff Remis. Die Partie an Brett zwei zwischen Maurice Lewitz und Thomas Bollmann endete, obwohl Bollmann lange Zeit wie der sichere Sieger aussah, ebenfalls Remis. An Brett drei unterlag Marius Naumann Anders Böttcher. An Brett vier besiegte Maja Naumann Konrad Welling.