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Richard Bölting zum Ehrenmitglied des SK Bocholt 1926 ernannt Drucken
Geschrieben von: Karsten Liesmann   
Dienstag, den 05. Oktober 2021 um 17:40 Uhr

Als es am vergangenen Sonntagmorgen an der Tür klingelte und der Vorstand des SK Bocholt auf der Matte stand, da wussten Ehefrau Hilde und Sohn Stefan bereits, was auf Richard Bölting in den nächsten Minuten zukommen würde. Einstimmig hatte der Vorstand wenige Wochen zuvor beschlossen, Bölting die größtmögliche Ehre zu erweisen, die seitens eines Vereins ausgesprochen werden kann: Die Ernennung zum Ehrenmitglied.

Bölting, mit mittlerweile 84 Jahren das älteste Mitglied des Bocholter Schachvereins, ist ein wahres Urgestein. Seit mehr als 60 Jahren sitzt er bereits am Schachbrett. Auch als Turnierleiter und Schiedsrichter war Bölting im Einsatz. Nachdem er einige Jahre für die erste Mannschaft gespielt hatte, gehörte Bölting in den letzten 20 Jahren der zweiten Mannschaft an. Aufgrund seines Alters saß er zuletzt Gegnern gegenüber, die fast 70 Jahre jünger waren als er selbst. Das gibt es wohl nur beim Schach.

Auch, wenn er aus gesundheitlichen Gründen nach dem Lockdown derzeit nicht spielen kann, interessiert er sich nach wie vor für die Ergebnisse der Bocholter Schachspieler und freut sich über gewonnene Mannschaftskämpfe.

In seiner langen Schachkarriere kann Bölting auf tolle Erfolge zurückblicken, u. a. holte er gegen die Großmeister Mato Danjanovic, Wolfgang Unzicker und Ludek Pachmann Remise in Simultanpartien. Sogar Stadtmeister und Pokalsieger wurde Bölting. Geschätzt wird Bölting aufgrund seiner Leistungen für den Verein und vor allem wegen seiner immer bescheidenen und liebenswerten Persönlichkeit.

Bölting ist erst der zweite Bocholter, dem diese Ehre in der 95-jährigen Geschichte des Bocholter Schachklubs zuteilwird. Anfang der 80er Jahre war seinerzeit Franz Elsinghorst zum Ehrenmitglied ernannt worden. Dieser hatte nach dem 2. Weltkrieg für den Wiederaufbau des Bocholter Schachklubs gesorgt, indem der gelernte Schreiner in wochenlanger Arbeit acht Figurensätze aus Holz fertigte und durch viel Engagement den Spielbetrieb wieder ans Laufen brachte.

 

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